Evangelische Kirchengemeinde Weslarn

Orgel in Herzfeld wird verkauft

Das Presbyterium hat in diesem Herbst beraten, wie es mit der Orgel in der Ev. Dankeskapelle Herzfeld weiter gehen soll. 

Das damalige Presbyterium entschied sich 2004 für ein neues Instrument aus der Werkstatt Albers & Wiggering in Schmallenberg. Die beiden Orgelbauer verwandten für die raumhohe Orgel ausgesprochen hochwertige Materialien - sowohl für die Orgelpfeifen als auch für den Rahmen und das Innenleben aus massiver Eiche. 

Die hochwertige Ausführung der Orgel hatte und hat noch seinen Preis. Heute müssen wir noch 36.000 € für die Orgel ab bezahlen. Hinzu kommen inzwischen jährliche Wartungs- und Reparaturkosten von etwa 5000,- €, wenn wir den klanglichen Originalzustand der Orgel erhalten wollen. 

Dieses Geld für die Orgel fehlt an anderer Stelle, nämlich für den dauerhaften Erhalt der Dankeskapelle selbst. Das Presbyterium stand in diesem Jahr vor der Frage: Wollen wir die Dankeskapelle erhalten oder die Orgel? 

Die Antwort: 

Wir sichern die Bausubstanz der Dankeskapelle und wir verkaufen die Orgel. 

Mit dieser Entscheidung ziehen wir die Notbremse, um die weiteren hohen Kosten zu vermeiden. 

Die Orgel ist auch mit Spenden mit finanziert worden. Gerade deshalb fiel die Entscheidung, sie zum Verkauf an zu bieten, schwer. 

Aber wir sehen einfach keinen anderen Weg: die weitere Tilgung der Darlehen und die hohen laufenden Kosten überfordern uns mit dem begrenzten Haushalt der Kirchengemeinde. 

Mit dieser Entscheidung ziehen wir die Notbremse, um die weiteren hohen Kosten zu vermeiden. Das Presbyterium ist sehr eng und gut beraten worden von dem Kreiskantor des Kirchenkreises Roger Bretthauer, dem Orgelsachverständigen der Ev. Kirche von Westfalen, Dr. Christian Tacke, und dem Orgelbauer Albert Baumhoer, der 2011 die romantische Walcker-Orgel aus dem Jahr 1898 in der St.-Urbanuskirche in Weslarn restauriert hat. Mit der Walcker-Orgel haben wir als Gesamt-Kirchengemeinde ein kirchenmusikalisches Highlight, das wir für Konzerte nutzen.

Die genannten Experten werden auch den Verkauf und die Anschaffung eines neuen Instruments mit ihrem fachlichen Wissen begleiten. Den Verkauf der Orgel vermittelt die Firma Ladach in Wuppertal, die auf den Handel mit gebrauchten Orgeln  spezialisiert ist. Der Verkauf soll 36.000,- € erlösen. Die Chancen dafür stehen gut.

Das Nachfolgeinstrument wird kleiner und wartungsfreundlicher und klanglich sehr gut auf den Raum der Dankeskapelle abgestimmt sein.